Die Infusionstherapie ist ein wirkungsvolles und bewährtes Verfahren, um den Körper gezielt mit lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Im Gegensatz zur oralen Einnahme gelangen Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren direkt in den Blutkreislauf und stehen den Zellen unmittelbar zur Verfügung. Durch Infusionen kann ich im Rahmen der Behandlung Versorgungslücken effizient schließen und gleichzeitig Regulations-, Aufbau- und Reparaturprozesse im Körper unterstützen.
Gerade bei erhöhtem Bedarf, anhaltenden Beschwerden oder einer eingeschränkten Nährstoffaufnahme über den Darm kann die Infusionstherapie einen entscheidenden Beitrag leisten. In meiner Praxis ist sie daher ein fester Bestandteil ganzheitlicher Behandlungskonzepte und wird regelmäßig eingesetzt.
Nährstoffinfusionen – Basis jeder Regulation
Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren sind keine optionalen Zusatzstoffe, sondern fundamentale Bausteine des menschlichen Körpers. Viele dieser Stoffe sind essentiell, das heißt, sie müssen von außen zugeführt werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Fehlen diese Bausteine, können zentrale Stoffwechselprozesse, Energiegewinnung, Immunfunktion sowie Aufbau- und Reparaturvorgänge nicht reibungslos ablaufen.
Aminosäuren
Aminosäuren sind die Grundbausteine aller Proteine und damit von nahezu allem, woraus der menschliche Körper besteht, u.a. Muskeln, Knochen, Bindegewebe, Enzyme, Hormone, Neurotransmitter und Zellstrukturen. Sie sind daher unverzichtbar für Wachstum, Regeneration, Entgiftung, Immunabwehr und die Anpassungsfähigkeit des Organismus.
In der Infusionstherapie arbeite ich häufig mit einer Mischung aus essentiellen Aminosäuren als Basisversorgung. Ergänzend setze ich – abhängig von Zielsetzung, Belastung und Befund – einzelne Aminosäuren gezielt für bestimmte Indikationen ein, beispielsweise Lysin oder Arginin. Auf diese Weise erhält der Körper genau jene Bausteine, die er für Aufbau-, Reparatur- und Regulationsprozesse benötigt.
Mineralstoffe und Elektrolyte
Mineralstoffe und Elektrolyte sind entscheidend für die Funktion von Nerven, Muskeln, Herz-Kreislauf-System sowie für den Säure-Basen-Haushalt. Darüber hinaus sind sie an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt. Bereits leichte Defizite können sich in Form von Müdigkeit, Muskelbeschwerden, Konzentrationsstörungen oder vegetativen Dysbalancen bemerkbar machen.
Je nach individueller Situation kommen Mineralstoffkomplexe oder gezielte Einzelgaben zum Einsatz, etwa Magnesium, Kalium, Calcium oder Selen. Vor allem im Bereich Magnesium gibt es in weiten Teilen der Bevölkerung eine Mangelversorgung, die mit Müdigkeit, erhöhter Reizbarkeit, Muskelkrämpfen und Spannungskopfschmerzen einher gehen kann.
Ergänzend können Baseninfusionen mit Natriumhydrogencarbonat Bestandteil eines regulativen Konzepts sein, wenn Hinweise auf eine Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts bestehen.
Vitamine
Vitamine übernehmen eine zentrale Steuerungsfunktion im Stoffwechsel. Sie sind unter anderem an der Energieproduktion, der Funktion des Nervensystems, der Immunabwehr, der Zellteilung sowie an Entgiftungs- und Reparaturprozessen beteiligt.
Vitamin C ist ein wichtiger und wahrscheinlich der häufigste Bestandteil meiner Infusionskonzepte. Es kann sowohl in moderater Dosierung als auch in hochdosierter Form mit 7,5 bis 15 Gramm verabreicht werden. Vitamin C ist nicht nur für das Immunsystem relevant, sondern unterstützt zudem antioxidative Schutzmechanismen, die Kollagenbildung, den Energiestoffwechsel sowie regulative Prozesse im Körper. Die Dosierung wird stets individuell angepasst und orientiert sich an Zielsetzung, Verträglichkeit und Gesamtkonzept.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt häufig auf den B-Vitaminen, da sie eine Schlüsselrolle im Energie-, Nerven- und Hormonstoffwechsel spielen. Je nach individueller Situation können Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B7 (Biotin), B9 (Folat) und B12 sowie Cholincitrat einzeln oder als individuell abgestimmter B-Komplex eingesetzt werden.
Chelattherapie – Ausleitung von Schwermetallen
Die Chelattherapie ist eine spezielle Form der Infusionstherapie und wird im Rahmen von Ausleitungs- und Entgiftungskonzepten eingesetzt. Dabei kommen chelatbildende Substanzen zum Einsatz, wie Alpha-Liponsäure und EDTA, die bestimmte Metalle binden können, um deren Ausscheidung über Niere und Leber zu unterstützen.
Schwermetallbelastungen können den Stoffwechsel, das Nervensystem, das Immunsystem sowie mitochondriale Prozesse beeinflussen. Eine Chelattherapie kommt daher nur dann infrage, wenn Anamnese und Diagnostik eine entsprechende Belastung plausibel machen. Sie wird nicht pauschal, sondern gezielt und indikationsbezogen eingesetzt.
Die Chelattherapie erfordert eine sorgfältige Planung. Vor Beginn werden mögliche Kontraindikationen geprüft, insbesondere im Hinblick auf Leber- und Nierenfunktion, Mineralstoffstatus, Säure-Basen-Haushalt und den allgemeinen Gesundheitszustand. Während der Ausleitung wird auf eine begleitende Stabilisierung geachtet, unter anderem durch gezielte Mineralstoffzufuhr und unterstützende Maßnahmen für Leber und Niere.
Die Chelattherapie ist kein isoliertes Verfahren, sondern wird in ein individuelles Gesamtkonzept eingebettet, das Regulation, Stabilisierung und Verlaufskontrollen berücksichtigt.
Mögliche Anwendungsgebiete der Infusionstherapie
Die Infusionstherapie kann im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts begleitend eingesetzt werden, unter anderem bei:
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- Nährstoffmangelzuständen und erhöhtem Mikronährstoffbedarf
- eingeschränkter Nährstoffaufnahme, z. B. bei Magen-Darm-Erkrankungen
- Immunsystembelastungen und erhöhter Infektanfälligkeit
- Begleitung von akuten oder wiederkehrenden Infekten
- Allergieneigung und immunologischen Dysbalancen
- Migräne und spannungsassoziierten Kopfschmerzen
- chronischer Müdigkeit, Erschöpfung und Burnout
- Energielosigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit
- Long Covid oder anhaltender Erschöpfung nach Infekten
- neurodegenerativen Erkrankungen (begleitend)
- Darmerkrankungen und Malabsorptionssyndromen
- sportlicher Belastung und Regeneration im Leistungs- und Freizeitsport
- prä- und postoperativer Begleitung
- Ausleitungs- und Entgiftungskonzepten, insbesondere bei Schwermetallbelastungen
Einbettung in ein ganzheitliches Nährstoffkonzept
Infusionen entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn sie nicht isoliert eingesetzt werden. Deshalb kombiniere ich die Infusionstherapie – wann immer sinnvoll – mit einer gezielten oralen Nährstoffversorgung sowie einer individuellen Ernährungsberatung. Auf diese Weise können akute Defizite ausgeglichen und gleichzeitig langfristig stabilisiert werden. Gerne nutze ich Infusionen auch ergänzend im Rahmen der Körpertherapie oder bei emotionalen und stressbedingten Störungen zusätzlich zu Reiki oder der Hypnose- & Aufstellungsarbeit.
Ablauf und Dauer der Infusionstherapie
Vor der ersten Infusion führe ich eine ausführliche Anamnese und Diagnostik durch. Die Dauer einer Infusion richtet sich nach Art und Zusammensetzung und liegt in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Sowohl die Zusammensetzung als auch die Anzahl und Frequenz der Infusionen plane ich individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse und Versorgungslücken und orientiere mich an Befund, Zielsetzung und Verträglichkeit.
Bei Chelattherapien ist die Infusionsdauer deutlich länger. In meiner Praxis ist eine vorhergehende Blutdiagnostik der Nährstoffversorgung und Funktion der Entgiftungsorgane Darm, Niere und Leber zwingende Voraussetzung für die Durchführung einer Chelattherapie.
Zusammenarbeit
Für die Infusionstherapie arbeite ich mit ausgewählten Apotheken zusammen, die auf die Herstellung individueller Infusionslösungen spezialisiert sind. Die verwendeten Infusionskonzepte werden dort nach hohen pharmazeutischen Qualitätsstandards gefertigt und auf die jeweiligen therapeutischen Zielsetzungen abgestimmt.
Zu meinen Kooperationspartnern zählen unter anderem die Arnika Apotheke, die Viktoria Apotheke sowie die Burg Apotheke.
Durch diese Zusammenarbeit ist gewährleistet, dass die eingesetzten Infusionslösungen in gleichbleibend hoher Qualität hergestellt werden und individuell auf die jeweilige Zusammensetzung und Dosierung abgestimmt sind. Dies schafft eine verlässliche Grundlage für eine sichere und verantwortungsvolle Durchführung der Infusionstherapie im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts.
Hinweis
Die Infusionstherapie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung. Sie wird in meiner Praxis als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines ganzheitlichen Therapiekonzepts eingesetzt. Aussagen zu möglichen Anwendungsgebieten stellen keine Heilversprechen dar. Die Auswahl der Substanzen, Dosierungen und Therapieverläufe erfolgt individuell nach Anamnese, Befund und unter Berücksichtigung medizinischer Sicherheitskriterien.








