„Lass Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.“
Hippokrates
Bedeutung der Ernährungsberatung & Nährstofftherapie
Die Wirksamkeit der Ernährungsberatung und Nährstofftherapie wird häufig stark unterschätzt.
Viele Menschen kommen nicht mit einem einzelnen Symptom zu mir, sondern mit einer Kombination aus Beschwerden. Häufig genannt werden Müdigkeit, Erschöpfung, Stressbelastung, Infektanfälligkeit, Schmerzen, Entzündungen, Verdauungsbeschwerden, hormonelle Dysbalancen oder Stoffwechselprobleme.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass diesen vielfältigen Symptomen selten eine einzelne Ursache zugrunde liegt, sondern eine gemeinsame Basis: eine über längere Zeit unzureichende oder nicht bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Der Körper kompensiert solche Defizite oft lange, bis Regulationsmechanismen spürbar an ihre Grenzen kommen.
Individuelle Nährstofftherapie
Die Grundlage meiner Arbeit ist eine individuelle Einschätzung der Ausgangslage. Je nach Situation erfolgt diese entweder krankheitsspezifisch oder auf Basis einer weiterführenden Diagnostik, beispielsweise durch Blutanalysen und ergänzende Testverfahren.
Ziel ist es nicht, Symptome isoliert zu betrachten, sondern Zusammenhänge sichtbar zu machen: zwischen Beschwerden, Stoffwechselprozessen, Nährstoffbedarf und Lebenssituation. Auf dieser Basis entsteht ein individuell abgestimmtes Nährstoff- und Ernährungskonzept, das sich an realen Bedürfnissen orientiert – nicht an pauschalen Empfehlungen oder standardisierten Protokollen.
Nährstoffe als therapeutische Basis
In meiner Arbeit haben Nährstoffe eine klare Priorität. Wenn dem Körper grundlegende Bausteine fehlen, ist Regulation nur eingeschränkt möglich. In solchen Situationen beginne ich nicht mit energetischen oder körpertherapeutischen Verfahren, sondern mit dem gezielten Ausgleich relevanter Nährstoffdefizite.
Nährstoffe sind für mich keine Zusatzmaßnahme, sondern die Voraussetzung dafür, dass Stoffwechsel, Nervensystem, Immunfunktion und Zellprozesse angemessen reagieren können. Erst wenn diese Basis vorhanden ist, greifen weiterführende therapeutische Ansätze, wie Frequenztherapie oder körperorientierte Behandlungen sinnvoll.
Rolle von Ernährung in der Nährstofftherapie
Die Nährstofftherapie erfolgt nicht pauschal, sondern auf unterschiedlichen Ebenen, die sich gegenseitig ergänzen. Sowohl die Versorgung mit Makro- als auch mit Mikronährstoffen findet Beachtung.
Auf der Ebene der Makronährstoffe spielt insbesondere die optimale Versorgung mit Eiweiß und Fettsäuren eine zentrale Rolle. Hier kommt der Ernährungsberatung eine herausragende Bedeutung zu. Meiner Erfahrung nach ist die Versorgung mit ausreichend guten Proteinen und Fettsäuren in den meisten Fällen nicht ausreichend gewährleistet. Auch im Rahmen der Mikronährstoffversorgung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen gibt es oft deutliche Versorgungslücken. Diese lassen sich in vielen Fällen nicht allein durch eine Ernährungsumstellung ausgleichen, sodass ergänzend Supplemente oder Infusionen erforderlich sein können, um den Körper wieder in seine Regulationsfähigkeit zu bringen.
Eiweiß – ein zentraler Baustein in der Ernährungsberatung
Eine ausreichende Eiweißzufuhr wird von vielen Menschen unterschätzt. In der Praxis zeigt sich häufig ein Übermaß an Kohlenhydraten bei gleichzeitig unzureichender Proteinversorgung. Dabei ist Eiweiß nicht nur Muskelbaustein, sondern nach Wasser der zweitwichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers. Proteine sind essenziell für Organe, Haut und Haare, Enzyme, Hormone und Neurotransmitter, für die Immunabwehr, Entgiftungsprozesse sowie für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts und der Flüssigkeitsverteilung. Da der Körper Eiweiß nicht speichern kann wie Fett, entwickelt sich ein Mangel oft schleichend. Wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. Ardisson Korat et al., 2024) zeigen, dass eine unzureichende Zufuhr hochwertiger Proteine mit ungünstigen gesundheitlichen Entwicklungen assoziiert ist, darunter eine erhöhte Anfälligkeit für chronische Erkrankungen, eingeschränkte Regeneration sowie eine verminderte Muskel-, Immun- und Stressresilienz.
Fett – Art und Menge sind in der Ernährungsberatung entscheidend
Die ausreichende Versorgung mit den richtigen Fettsäuren ist eine grundlegende, aber häufig nicht beachtete Voraussetzung für die Gesundheit auf Zellebene. Nahezu alle Erkrankungsprozesse lassen sich letztlich auf Störungen in der zellulären Ebene zurückführen. Insbesondere Omega-3-Fettsäuren und Phospholipide sind entscheidend für den Aufbau und die Funktion der Zellmembran. Sie bestimmen deren Fluidität und Durchlässigkeit und sind damit maßgeblich an Stoffwechselprozessen und an einer geordneten Entzündungsregulation beteiligt. Eine massive Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist weit verbreitet und steht in Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Prozessen, kardiometabolischen Erkrankungen, neurodegenerativen Veränderungen sowie einer gestörten Stress- und Immunregulation. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass niedrige Omega-3-Index-Werte signifikant mit erhöhten Entzündungsmarkern, einer verminderten zellulären Anpassungsfähigkeit und einem erhöhten Risiko für Koronare Herzerkrankung assoziiert sind (z.B. Harris WS, von Schacky C. und Calder PC., 2017).
Eine bedarfsgerechte Zufuhr hochwertiger Proteine und Fette ist daher kein Randthema, sondern eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit und Regulationsfähigkeit des Körpers.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in der Nährstofftherapie
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind unverzichtbar für nahezu alle Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper. Ein Mangel an diesen lebensnotwendigen Stoffen kann weitreichende Folgen und multiple Symptome hervorrufen. Die Anforderungen an uns und unseren Körper steigern den Bedarf an Nährstoffen, zeitgleich zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Nährstoffdichte in unseren Lebensmitteln in den vergangenen Jahrzehnten deutlich abgenommen hat. Eine Analyse (Davis et al. Journal of the American College of Nutrition, 2004) zeigte für Obst und Gemüse zwischen 1950 und 1999 signifikante Rückgänge unter anderem bei Protein, Calcium, Eisen, Magnesium und Vitamin C. Häufig ist eine optimale Versorgung über die Ernährung schwer zu erreichen, weshalb ich in der Praxis auf ergänzende Supplemente zurückgreife.
B-Vitamine
Für das Nervensystem und die Stressregulation spielen insbesondere die B-Vitamine (v. a. B1, B2, B3, B6, B12 und Folat) eine zentrale Rolle. Sie sind essenziell für die Reizweiterleitung, die Energiegewinnung in den Mitochondrien sowie für die Synthese und Regulation von Neurotransmittern. Gleichzeitig sind B-Vitamine entscheidende Kofaktoren zahlreicher enzymatischer Reaktionen im gesamten Stoffwechsel und für eine funktionierende Leber von großer Bedeutung, insbesondere bei Entgiftungs-, Methylierungs- und Energieprozessen. Eine unzureichende Versorgung kann sich unter anderem in Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, erhöhter Stressanfälligkeit, verminderter Belastbarkeit sowie in einer eingeschränkten Stoffwechsel- und Leberfunktion äußern.
Vitamin D
Vitamin D nimmt eine Sonderstellung unter den Vitaminen ein, da es im Körper hormonähnlich wirkt und die Aktivität zahlreicher Gene beeinflusst. Es ist essenziell für Stressresilienz und psychische Stabilität und auch für die Regulation des Immunsystems, die Aufrechterhaltung einer gesunden Entzündungsbalance, die Muskelfunktion sowie den Calcium- und Knochenstoffwechsel. Da die körpereigene Bildung von Vitamin D über die Haut in unseren Breitengraden insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten stark eingeschränkt ist, ist eine bedarfsgerechte Supplementierung häufig erforderlich.
Vitamin C
Vitamin C ist ein essenzieller Mikronährstoff, den der menschliche Organismus – im Gegensatz zu den meisten Tieren – nicht selbst synthetisieren kann. Es ist unverzichtbar für die Kollagensynthese, die Funktion des Immunsystems, den antioxidativen Zellschutz sowie für die Stressregulation, da es in hohen Konzentrationen in den Nebennieren vorkommt und bei Stress vermehrt verbraucht wird. Ein erhöhter Bedarf besteht insbesondere bei chronischer Belastung, Infekten, oxidativem Stress und Entzündungsprozessen.
Vitamin A, E
Vitamin A und Vitamin E übernehmen vor allem schützende und regulierende Funktionen. Vitamin A ist essenziell für die Integrität von Schleimhäuten, die Sehkraft, die Immunabwehr sowie für Zellwachstum und Zelldifferenzierung. Vitamin E wirkt als fettlösliches Antioxidans und schützt Zellmembranen vor oxidativen Schäden, insbesondere im Zusammenspiel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Beide Vitamine tragen damit wesentlich zur Zellgesundheit und zur Regulation entzündlicher Prozesse bei.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Selen oder Jod sind essenziell für enzymatische Reaktionen, Muskel- und Nervenfunktion, Hormonbalance, Immunabwehr sowie die Regulation des gesamten Stoffwechsels. Da viele dieser Mikronährstoffe als Kofaktoren von Enzymen wirken, kann bereits ein subklinischer Mangel die Funktion ganzer Stoffwechselwege beeinträchtigen – oft lange bevor sich manifeste Laborabweichungen oder Erkrankungen zeigen.
Phytotherapie zur Unterstützung
Bei funktionellen Organbelastungen oder stoffwechselbedingten Einschränkungen ergänze ich die Therapie gezielt durch standardisierte Pflanzenextrakte. Die Phytotherapie nutzt die komplexe Wirkstoffvielfalt von Heilpflanzen, deren sekundäre Pflanzenstoffe wie Bitterstoffe, Flavonoide, Polyphenole oder Terpene regulierend auf Stoffwechsel-, Entgiftungs- und Entzündungsprozesse wirken können. Viele Pflanzenextrakte zeigen in Studien hepatoprotektive, entzündungsmodulierende, antioxidative oder durchblutungsfördernde Effekte und unterstützen damit insbesondere Leber, Verdauung, Hormonsystem und den Energiestoffwechsel. Richtig ausgewählt und dosiert kann Phytotherapie die körpereigene Regulation fördern, Organfunktionen stabilisieren und biochemische Prozesse sanft, aber wirkungsvoll begleiten. Voraussetzung ist allerdings eine ausreichende Nährstoffversorgung, denn ohne diese können die angestoßenen Prozesse durch die Pflanzenextrakte vom Körper nicht optimal ausgeführt werden.
Ernährungsberatung im Kontext der Nährstofftherapie
Um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten, genügt es nicht, nur Kapseln zu schlucken oder Pülverchen aufzulösen. Wie bereits dargestellt, kann der Körper ohne Eiweiß und die richtigen Fette nicht regulieren. Eine ausreichende Versorgung lässt sich langfristig nicht allein über Supplemente sicherstellen. Bei der Ernährungsberatung geht es in meiner Praxis aber nicht um ideale Ernährungsformen oder radikale Umstellungen. Ernährung ist so individuell wie der Mensch selbst. Ich persönlich halte nichts von radikalen Ernährungsformen, die übergestülpt werden. Mir geht es um praktikable Anpassungen, die im Alltag umsetzbar sind. Ich weiß, wie zeitaufwendig eine gute Ernährung ist und dass das in manchen Fällen aus zeitlichen oder organisatorischen Gründen einfach nicht machbar ist. Es geht hier darum, ein Konzept zu entwickeln, dass in Ihr Leben passt und gut umsetzbar ist.
Beispielsweise in der Eiweißversorgung. Gemeinsam erarbeiten wir, wie viel Eiweiß Sie aktuell mit Ihrer Ernährungsform aufnehmen. Reicht die Versorgung nicht aus, suchen wir gemeinsam praktikable Lösungen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen – zum Beispiel durch den gezielten Einsatz eines Eiweißshakes nach dem Training oder bei erhöhtem Bedarf. Dabei werden individuelle Vorlieben, Ernährungsform (vegetarisch, vegan, omnivor), Verträglichkeit und Lebensumstände berücksichtigt, um Lösungen zu finden, die langfristig tragfähig sind.
In einem Blogartikel zum Thema Eiweißshake nach dem Training habe ich ein konkretes Beispiel für eine ergänzende Versorgung mit Eiweiß beschrieben.
Anwendungsgebiete der Ernährungsberatung & Nährstofftherapie
Die Nährstofftherapie kann – immer individuell abgestimmt und begleitend – unter anderem eingesetzt bei folgenden Beschwerdebildern eingesetzt werden:
- Müdigkeit, chronische Erschöpfung, Energielosigkeit
- Burnout, Chronic Fatigue und reduzierte Belastbarkeit
- Stressbelastung, innere Unruhe, Gereiztheit, Erschöpfungssymptome
- erhöhte Infektanfälligkeit und geschwächtes Immunsystem
- Migräne, Spannungskopfschmerzen
- Schmerzen im Bewegungsapparat, muskuläre Beschwerden
- Rheuma, Arthritis, Arthrose
- Stoffwechselstörungen, verlangsamter Stoffwechsel
- Übergewicht und metabolische Dysbalancen
- Bluthochdruck und funktionelle Herz-Kreislauf-Belastungen
- hormonelle Ungleichgewichte, Zyklusbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden
- Verdauungsprobleme, Resorptionsstörungen und Nährstoffmängel
Diese Aufzählung dient der Orientierung. In der Praxis zeigt sich häufig, dass mehrere dieser Beschwerden gleichzeitig auftreten und miteinander verknüpft sind. Entscheidend ist daher nicht das einzelne Symptom, sondern das individuelle Gesamtbild.
Zusammenarbeit
Im Rahmen der Supplementierung arbeite ich mit ausgewählten Herstellern zusammen, deren Qualität, Rohstoffherkunft und Produktionsstandards geprüft sind. Diese Firmen empfehle ich bewusst, da der Markt für Nahrungsergänzungsmittel für viele Menschen unübersichtlich ist und Aspekte wie Qualität, Bioverfügbarkeit und sinnvolle Zusammensetzung ohne fachliche Begleitung schwer zu beurteilen sind. Meine Empfehlungen dienen Ihrer Orientierung und sind ausdrücklich freiwillig – Sie sind in keiner Weise verpflichtet, diese Präparate zu verwenden. Selbstverständlich berate ich Sie ebenso gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie bereits einnehmen, prüfe diese fachlich und gebe Ihnen eine fundierte, unabhängige Einschätzung.
Sie haben die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den empfohlenen Firmen zu machen. Zu diesem Zweck habe ich eine separate Seite mit ausgewählten Produkten und entsprechenden Links erstellt. Mit einigen Herstellern bestehen provisionsbasierte Kooperationen, mit anderen nicht. In diesen Fällen handelt es sich teilweise um sogenannte Affiliate-Links oder um Sonderkonditionen wie Gutscheine oder Vergünstigungen, die ich für meine Patientinnen und Patienten erhalten habe. Wenn Sie über diese Links bestellen, werden Sie mir als betreuende Therapeutin zugeordnet. Mir ist es wichtig, diese Zusammenarbeit transparent darzustellen.
Viele Hersteller schätzen die Kooperation mit Therapeut*innen und Heilpraktiker*innen, da eine fachliche Begleitung dazu beiträgt, Fehl- oder Überversorgung zu vermeiden und eine gezielte, sinnvolle Supplementierung im Rahmen der Ernährungsberatung und Nährstofftherapie zu unterstützen. Selbstverständlich gibt es zu allen genannten Produkten auch Alternativen. Sprechen Sie mich jederzeit gerne an, wenn Sie hierzu Beratung oder Unterstützung wünschen.
Mit folgenden Firmen arbeite ich in provisionsbasierten Kooperationen zusammen:
- FormMed
- Zinzino
- LaVita
- Sunday Natural
- Lebenskraft pur
Disclaimer
Die Ernährungsberatung und Nährstofftherapie ersetzt keine medizinische Diagnostik und keine ärztliche Behandlung. Sie versteht sich als begleitender Ansatz, der individuell angepasst und regelmäßig überprüft wird. Ziel ist es, die körperlichen Voraussetzungen so zu verbessern, dass Regulation wieder möglich wird.











